Rück- und Ausblick // April 2019

Der Verein Speisen ohne Grenzen wurde Anfang Oktober 2018 gegründet. In den folgenden Wochen wurde der Verein rechtlich und organisatorisch aufgebaut.

Im November starteten die ersten Koch-Sessions. Erste “Test-Kund*innen” wurden erfolgreich bekocht. Es gelang uns ab dem ersten Mal, frisch, heiß und zeitgerecht die traditionellen Speisen in die Büros zu liefern.

Ab Dezember 2018 starteten wir unseren regulären Mittags-Catering-Betrieb mit zwei Köch*innen und je zwei Menüs an zwei Wochentagen. Die erste asylberechtigte Mitarbeiterin wurde angestellt. Die Rezept-Bücher füllten sich sukzessive mit syrischen und afghanischen Köstlichkeiten.

Nach den Weihnachtsferien konnten es die Rezeptchefinnen kaum erwarten, wieder zu kochen. Ab Mitte Jänner wurden zwei weitere Frauen vom Verein angestellt. Unser kulinarisches Angebot besteht seither aus traditionellen Speisen aus Afghanistan, Syrien und Somalia. Erste regelmäßig bestellende Kund*innen wurden gewonnen.

Im Februar konnten wir weitere Erfahrungen abseits des Mittags-Geschäfts sammeln. Wir veranstalteten einen à la carte Abend im Jetzt, dem Lokal, das uns seine Küche untertags nutzen lässt. Auch durften wir beim Einstandsfest der neuen Chefredakteurin des Wiener Magazins “Biber mit scharf” als Caterer tätig sein.

Ende März starteten wir ein Crowdfunding-Projekt, um uns ein eigenes Lastenrad für die klimaschonende Auslieferung unserer Speisen kaufen zu können. Es hatte sich schon abgezeichnet, dass die bis dahin genutzten Grätzelräder der Stadt Wien in der warmen Jahreszeit nicht mehr regelmässig verfügbar sein werden. Nach etwa drei Wochen konnten wir die Bestellung des Lastenrads tätigen.

Ab Mai wird der Verein auf Einladung der Adria Wien – einem preisgekröntem Inklusionsprojekt – am Donaukanal afghanische, georgische, syrische und somalische Speisen anbieten.

Ab Herbst 2019 ist der Ausbau des regulären Mittags-Catering-Betriebs auf fünf Tage die Woche geplant. Eventuell wird auch das Catering-Angebot ausgebaut. So wollen wir unsere Vision weiter leben und möglichst vielen Menschen mit Fluchthintergrund den Weg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Zugleich wollen wir den kulturellen Austausch der Wiener Bevölkerung mit neuen Mitbewohner*innen durch weitere Projekte unterstützen. Ideen dazu gibt es schon einige!