Seit 1994 in den Bereichen Community-Based Art, Performance, Ölwandmalerei und Film tätig, derzeit wohnhaft in Wien, Österreich.
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OIL TATOO #3
„Oil Tattoos“ sind Wandbilder, die mit Olivenöl auf die Wand gemalt werden. Das Öl hinterlässt zunächst eine lebhafte, dann verblassende Spur, wodurch das Auge zwischen scharf und unscharf hin- und herwandert. Die Bilder zeigen Motive aus meinem Familienalbum – sie stellen einzigartige und unvergängliche Momente der palästinensischen Familiengeschichte dar, die von den 1930er Jahren bis heute reichen.
Jedes „Oil Tattoo“ wird entsprechend dem Auftrag ausgewählt und geschaffen und ist ortsspezifisch.
Mit dieser Arbeit möchte ich die Schönheit und die Liebe zur palästinensischen Kultur im deutschsprachigen Raum sichtbarer machen. Indem ich die palästinensische Präsenz in all ihrer Zerbrechlichkeit in den öffentlichen Raum bringe, möchte ich etwas daran ändern, dass palästinensische Stimmen und Zeugnisse zum Schweigen gebracht und generell geleugnet werden.
Auf diese Weise möchte ich die Frage aufwerfen, ob die „Unparallele“ die gerade, die Parallele kreuzende Linie ist oder ob sie als schlangenartige, gewundene Bewegung gedacht werden kann.
Ich habe diese Technik erstmals 2007 entwickelt, um ein Familienporträt meiner Großeltern mit ihren sieben Kindern um 1955 in Jenin zu zeichnen, das 2007/08 im Salzburger Kunstverein (Österreich) mit dem Jahrespreis des Landes Salzburg ausgezeichnet wurde.

